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Erste Auswirkungen von Trumps Zoll-Politik in Baden-Württemberg

Trumps neue Zoll-Politik hinterlässt bereits erste Spuren in der Wirtschaft bei uns in Baden-Württemberg. Das sagt Claus Paal, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages.

Die neuen Handelsbarrieren sind eine schlechte Nachricht für die exportorientierten Unternehmen im Land, so Paal. 
Heute dies, morgen das – verlässliche Planung sei unmöglich. Die USA sind derzeit der wichtigste ausländische Absatzmarkt für Waren aus dem Land.

Besonders betroffen sind die Auto- und Pharmabranche. Rund ein Viertel aller in Baden-Württemberg produzierten Autos und Medizinprodukte werden aktuell in die USA exportiert.
Paal fordert deshalb eine stärkere europäische Freihandelspolitik und Gespräche mit Ländern auf der ganzen Welt, um die Wirtschaft abzusichern.

 

 

„Die beste Antwort auf Trumps Handelskrieg sind Wirtschaftsreformen“. Das sagt der Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein Dieter Salomon. 
Die Folgen werden auch für die exportorientierten Betriebe in unserer Region schmerzhaft sein, so Salomon.
Damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt, fordert er von der neuen Bundesregierung niedrigere Steuern, weniger Bürokratie und günstigere Energiekosten. Auch Europa müsse enger zusammenrücken und den Binnenmarkt stärken.

Es sei traurig, aber wahr: Unter dem derzeitigen US-Präsidenten seien die USA kein verlässlicher Partner mehr. Aber auf diese Unverlässlichkeit sei immerhin Verlass, so die Meinung des IHK-Hauptgeschäftsführers.

 

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sieht durch die amerikanischen Pläne bei uns den Wohlstand in Gefahr. 
Es könne der Wendepunkt einer langen positiven Entwicklung sein, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingesetzt habe und für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und einen stetig steigenden Lebensstandard in weiten Teilen der Welt gesorgt habe, so die Wirtschaftsministerin.

Klar sei bereits jetzt, es werde alle treffen: Unternehmen, Arbeitnehmer und die Verbraucher und zwar auf alle Seiten, auch in den USA.

Es sei wichtig, dass die Europäische Union jetzt besonnen, aber entschlossen und geschlossen reagiere. Die Ministerin warnt vor einem Aufschaukeln von Zöllen und damit verbunden noch stärker steigenden Preisen. Nach Angaben des Ministeriums gingen 14,5 Prozent der Exporte 2024 aus Baden-Württemberg in die USA. (ts)


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